Yogalehrer-Ausbildung: Jahres- oder Intensivausbildung?

Jeder der sich entschieden hat eine Yogalehrer-Ausbildung zu beginnen steht vor der Frage: Jahres- oder Intensivausbildung? Das ist keine einfache Entscheidung und beide Formen haben ihre Vor-und Nachteile. Ich möchte heute meine Gründe und Erfahrungen für eine Jahresausbildung teilen – vielleicht hilft es dir ja dabei die richtige Entscheidung für dich zu treffen.

Organisatorisches

Zuerst einmal das offensichtliche: Wenn du einen Vollzeitjob hast, musst du für eine Intensivausbildung einiges an Urlaubstagen opfern. Die kannst du dann nicht für eine Reise mit dem Freund oder zur Erholung von deinem Arbeitsalltag nutzen. Das wollte ich nicht.
Dazu kam, dass eine Jahresausbildung ganz in der Nähe angeboten wurde, was finanziell natürlich auch einiges ausmacht: keine Übernachtungskosten, keine weite Anreise.

Der Weg ist das Ziel

Wenn man sich entschlossen hat eine Yogalehrer-Ausbildung zu beginnen, möchte man am liebsten sofort loslegen mit Unterrichten. Aber gerade bei einer Yogaausbildung ist es doch wirklich schön, wenn man die Zeit genießen kann. Man bekommt in dieser Ausbildung so unglaublich viel Input, da ist es hilfreich ihn auch einmal sacken lassen zu können und dann erst zu verarbeiten. Danach folgt dann das Integrieren des gelernten im Alltag, etwas das auch eine Herausforderung sein kann. Ich bin beispielsweise im letzten Jahr viel tiefer in das Thema Spiritualität eingetaucht. Vor meiner Yogalehrer-Ausbildung habe ich hier nur an der Oberfläche gekratzt.
Dadurch, dass ich zwischen den Ausbildungswochenenden einen Monat Zeit hatte, konnte ich auch mal Bücher außerhalb der Pflichtlektüre lesen. Ich hatte die Möglichkeit Themen die mich interessieren oder mir nicht ganz so klar waren auf eigene Faust tiefer zu recherchieren. Das führte zu einem viel besseren Verständnis mancher Themen, als ich es in einer Intensivausbildung hätte bekommen können.

Die persönliche Entwicklung

Während man bei einer Intensivausbildung die Möglichkeit hat vollständig in die „Yogabubble“ abzutauchen, muss sie sich bei der Jahresausbildung dem Alltag unterordnen: Man ist auch mal krank, hat Stress im Job oder sonstige größere oder kleinere Probleme die im Leben nun mal anstehen. Innerhalb eines Jahres kann einiges passieren, dass dich und auch deine Yogapraxis verändert. Und wenn es nur ist, dass du an einem Ausbildungswochenende krank bist und schließlich doch noch lernst dein Ego mal runterzuschrauben.

Nachteile

Natürlich ist nicht alles an einer Jahresausbildung besser. Es gehen einige Wochenenden und Abende für die Ausbildung drauf, wodurch gerade in stressigen Zeiten die Regenerationszeit vom eigentlichen Job manchmal etwas kurz kommt und man sich Montagsmorgens müde zur Arbeit schleppt. Außerdem muss man geduldig sein, denn ein Jahr kann doch recht lang werden, wenn man etwas unbedingt möchte.

Fazit

Für mich war die Jahresausbildung für die ersten 200h auf dem Weg zum Yogalehrer aufjedenfall die richtige Wahl, denn ich konnte einiges aus dieser Zeit nachhaltig in mein alltägliches Leben integrieren. Ich hatte genügend Zeit, mich mit allen Themen auseinander zu setzen und habe wirklich viel mitgenommen. Wenn ich in Zukunft auf dieser Basis aufbauen möchte mit weiteren Ausbildungen, würde ich sie wahrscheinlich jedoch als Intensivausbildung buchen. Schließlich besteht jetzt ein gefestigtes Fundament auf der zukünftige, ergänzende Yogalehrer-Ausbildungen aufbauen könnten.

Natürlich ist dies nur meine Sichtweise, beide Ausbildungsarten haben ihre Vor- und Nachteile und es ist letztendlich eine persönliche Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss. Wenn du Erfahrungen mit einer der Formen bei deiner Yogalehrer-Ausbildung gemacht hast, lass sie gerne in den Kommentaren da! Vielleicht können sie jemand anderem bei der Entscheidungsfindung helfen.

Yogalehrer-Ausbildung: Jahres- oder Intensivausbildung?
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