So kommst du leicht und sicher in den Kopfstand! – Teil 2

Heute gibt es endlich den langersehnten zweiten Teil der Kopfstandserie! Im ersten Beitrag habe ich dir bereits ausführlich erklärt wie du die nötige Kraft und Flexibilität für den Kopfstand trainieren kannst. Lies ihn dir bitte unbedingt vor diesem Beitrag durch, damit du alle grundlegenden Informationen zum Kopfstand erfährst.

Du solltest den Kopfstand erst an der Wand üben. Wenn du sicherer wirst, kannst du den Abstand dann etwas vergrößern und irgendwann, wenn du die Wand nicht mehr berührst frei im Raum üben. Aber achte immer darauf, dass nichts im Weg liegt, falls du einmal doch fallen solltest.

Gerade wenn du den Kopfstand frei im Raum stehend übst, wirst du merken welchen starken Einfluss deine Gedanken haben. Es wird Tage geben, an denen der Kopfstand einfach nicht funktioniert, da dein Fokus woanders liegt oder du dir unsicher bist. An anderen Tagen bist du mutiger und es fällt dir sofort leichter.

Kontraindikation:

Der Kopfstand übt Druck auf die Wirbelsäule aus, insbesondere im Nackenbereich. Aus diesem Grund, darf er bei Verletzungen und Erkrankungen der Wirbelsäule, vorallem im Bereich der Halswirbelsäule nicht geübt werden. Auch bei akuten Kopfschmerzen, hohem Blutdruck oder erhöhtem Augeninnendruck wird er nicht empfohlen! Wenn du Beschwerden hast, kläre bitte mit deinem Arzt ab ob du einen Kopfstand machen darfst.

Aufwärmen

Bevor du den Kopfstand übst solltest du dich aufwärmen, zum Beispiel mit einigen Runden Sonnengrüßen. Vorallem deine Beinrückseiten und die Schultern sollten zur Vorbereitung auf den Kopfstand aufgewärmt sein.

So kommst du leicht und sicher in den Kopfstand!

Der Kopfstand

  • Starte im Vierfüßlerstand: Deine Arme sind schulterbreit geöffnet, die Beine hüftbreit auseinander.
  • Lege nun deine Ellenbogen dort ab wo vorher deine Hände lagen, so dass deine Ellenbogen eine Unterarmlänge voneinander entfernt liegen.
  • Deine Bandhas sind fest angespannt.
  • Lege deine Hände zu einer Schale zusammen: Die Finger sind verschränkt, der untere kleine Finger ist nach innen gezogen.
  • Setze nun deinen Kopf vor deinen Händen ab, die Handflächen liegen an deinem Hinterkopf. So kommst du leicht und sicher in den Kopfstand!So kommst du leicht und sicher in den Kopfstand!
  • Stell deine Füße auf und streck die Beine durch. Wandere auf deinen Zehen so nah es geht mit durchgestreckten Beinen zu deinem Kopf heran.
  • Deine Arme drücken fest in die Matte, damit dein Gewicht nicht auf deinem Kopf lastet.
  • Wenn sich dein Gesäß in einer Linie mit deinem Oberkörper befindet wirst du spüren, dass sich deine Beine viel leichter anfühlen!
  • Wenn du jetzt nicht weiter gehen möchtest oder spürst, dass dir die Flexibilität in den Beinrückseiten oder Schultern noch etwas fehlt, dann übe erstmal nur diesen Teil und baue ihn in deine Yogapraxis ein. Denn wenn du dein Gesäß nicht in einer Linie über dem Oberkörper ausgerichtet hast, wirst du deine Beine nicht ohne Schwung nach oben bekommen. Dein Ziel sollte aber sein, ganz kontrolliert die Beine in den Kopfstand heben zu können.
    So kommst du leicht und sicher in den Kopfstand!So kommst du leicht und sicher in den Kopfstand!
  • Wenn das kein Problem für dich ist, dann spann jetzt deine Bauchmuskulatur fest an und zieh ein Bein nach dem anderen langsam dicht zu dir heran.
  • Hierzu ist kein Schwung nötig! Wenn du im vorherigen Schritt dicht genug mit den Füßen zu deinem Oberkörper gewandert bist und deine Coremuskulatur stabil ist, kannst du die Beine ganz kontrolliert zu dir heranziehen. Auch diesen Teil kannst du ersteinmal üben, bis du dich sicher fühlst.
    So kommst du leicht und sicher in den Kopfstand!
  • Wenn du stabil stehst, kannst du deine Beine vorsichtig nach oben in den Kopfstand schieben.
  • Deine Arme drücken fest in die Matte, dein Kopf trägt kein Gewicht.
  • Zum Auflösen nehme deine Beine vorsichtig wieder nach unten.
  • Bleibe noch für ein paar Atemzüge mit deinem Kopf unten, zum Beispiel in der Stellung des Kindes. Richte dich dann ganz langsam wieder auf.So kommst du leicht und sicher in den Kopfstand!

Ich hoffe, dass dir meine Anleitung dabei hilft dich deinem Kopfstand zu nähern. Sei bitte immer vorsichtig und tu nichts, was dir nicht gut tut! Verweile gerade zu Beginn auch nicht zu lange im Kopfstand, so dass dein Körper sich langsam daran gewöhnen kann.

Es ist nicht nötig Asanas wie den Kopfstand in die eigene Yogapraxis zu integrieren. Wenn man keinen Spaß daran hat, ist das auch vollkommen in Ordnung. Auch der herabschauende Hund ist eine Umkehrhaltung, mit der du in den Genuss der positiven Wirkungen, zb der Entlastung des Herz-Kreislauf-Systems, kommen kannst.

Falls es dir aber Spaß macht den Kopfstand zu üben, ermutige ich dich dran zu bleiben! Gerade bei Asanas wie Kopfstand oder Handstand, bei denen viel Balance und ein gutes Körpergefühl nötig sind zahlt sich Durchhaltevermögen aus! Nach einiger Zeit wird dein Körper beginnen sich die Bewegungsabläufe zu merken und du wirst mit jedem Üben weitere Fortschritte spüren.

Ich hoffe, dass dir meine Tipps geholfen haben! Wenn du ein Foto von dir im Kopfstand auf Instagram postet, freue ich mich sehr wenn du mich verlinkst (@get.it.om) und ich deine Fortschritte verfolgen kann.

Und jetzt ganz viel Spaß beim Üben!

 

 

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